China warnt, USA und Europa schauen zu: Das Dschihadisten-Problem des „neuen“ Syrien 


Berliner Zeitung, Berlin, 19. Juni 2026

Unter Ahmed al-Sharaa werden ehemalige Foreign Fighters nicht entwaffnet, sondern Teil der syrischen Armee – mit Folgen für die internationale Sicherheit.  



Ausländische Kämpfer sind im „neuen“ Syrien nicht mehr nur ein Relikt aus dem Bürgerkrieg, der einst Zehntausende Kämpfer, darunter Milizionäre und Söldner, aber auch Freiheitskämpfer und Gotteskrieger, aus der ganzen Welt anzog. Unter dem neuen Präsidenten Ahmed al-Sharaa, der im Krieg noch als Dschihadisten-Führer Abu Muhammad al-Julani gefürchtet wurde, sind besonders Letztere zum integralen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur geworden. 

So wurden die Foreign Fighters nach dem Machtwechsel weder entwaffnet noch wurde ihnen der Prozess gemacht. Stattdessen wurden sie geradewegs in die regulären Streitkräfte aufgenommen, die die Nachkriegsordnung in Syrien absichern sollen. 

Foreign Fighters als Machtbasis 

Unter den ausländischen Kämpfern befinden sich neben international gesuchten Terroristen auch Dschihadisten mit Bezug nach Deutschland, darunter auch Berlin. Einige von ihnen waren am Sturm der Hayat Tahrir al-Sham (HTS) auf Damaskus beteiligt, der letztendlich zum Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 führte. Nach der Machtübernahme zollte die HTS-Führung ihrem harten Kern Tribut, indem sie sie in die staatlichen Strukturen integrierte.

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in Großverbänden wie der 84. Division, die unter dem turkmenischen Kommandeur Abdulaziz Dawud Khudabardi in Idlib, Damaskus und Homs operiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind darin allein rund 3500 ausländische Kämpfer aktiv, die hauptsächlich aus zentralasiatischen und kaukasischen Staaten stammen.

Viele von ihnen stehen der Turkistan Islamic Party (TIP) nahe, die eng mit Al-Qaida (AQ) verbunden ist. Ferner befinden sich darunter tschetschenische Kämpfer, die Teil der Liwa al-Muhajirin wa-l-Ansar (LMA) gewesen sind, die einst dem Islamischen Staat (IS) die Treue schwor.

Entscheidender als ihre Herkunft ist jedoch ihre neue Rolle: Foreign Fighters, die im Bürgerkrieg teils schwerste Gewaltverbrechen an der syrischen Zivilbevölkerung verübt haben, sollen ihr nun staatlichen Schutz bieten. Dieser Trend wird vom – maßgeblich durch die USA rehabilitierten – neuen Staatsoberhaupt Ahmed al-Sharaa nicht nur toleriert, sondern systematisch vorangetrieben. 

Dagegen stellt die Institutionalisierung radikal-religiöser Kräfte für die Zivilgesellschaft Syriens sowohl ein Vertrauens- als auch ein Sicherheitsproblem dar. So nährt sie deren Zweifel, ob der neue Staat tatsächlich inklusiv, rechtsstaatlich und protektiv ist. Gerade für Syriens Minderheiten wirft die Einbettung ausländischer Dschihadisten in den Sicherheitsapparat die berechtigte Frage auf, ob staatlicher Schutz künftig für alle Bürger gleichermaßen gilt.


Von der Miliz zur Nationalarmee 

Nach Angaben des syrischen Verteidigungsministeriums wurden bis dato rund 130 Paramilitärs in die Streitkräfte aufgenommen. Tatsächlich wurden in diesem Institutionalisierungsprozess viele der Milizen lediglich umbenannt, in neue Divisionen überführt oder administrativ in die Armee eingegliedert, ohne dass die vorherigen Affilierungen ihrer Kämpfer aufgelöst, sie auf ihre Eignung hin überprüft oder eine Deradikalisierungsmaßnahme durchlaufen haben. 

Dementsprechend entstammen auch Teile der neuen Kommandostruktur dschihadistisch geprägten Milieus, unter anderem der Ägypter Asim al-Hawari, der Jordanier Abdulrahman al-Khatib oder der Türke Umar Jafteshi. Auch vertreten gleich mehrere Armeeeinheiten offen ihre radikale Ideologie. Dazu zählen die 52., 54. und 60. Division, die von ehemaligen Kommandeuren von Jabhat al-Nusra, Ahrar al-Sham und Huras al-Din geführt werden. Gleichzeitig setzen sich ihre Soldaten überwiegend aus genau jenen extremistischen Gruppen zusammen. 

Auch ist es kein Geheimnis, dass viele ihrer ausländischen Kämpfern den „moderaten“ Kurs der neuen Regierung in Damaskus ablehnen. Besonders Einheiten mit engen Bindungen zu sogenannten Tacticals, die als „Blackwater des Dschihads“ bekannt wurden und als private Militärberater die syrische Armee trainieren, verweigerten wiederholt Befehle und agierten eigenmächtig – obwohl sie bereits Teil des offiziellen Militärs waren. 

Dazu zählen die Amshat- und Hamza-Brigaden, die an den Massakern an den Alawiten im März 2025 beteiligt gewesen sind, denen über 1200 Zivilisten zum Opfer fielen. Strukturelle Konsequenzen blieben jedoch weitgehend aus, weil ihre Armeeeinheiten danach lediglich umstrukturiert wurden. Der Hamza-Kommandeur Saif Abu Bakr stieg sogar zum Anführer der 76. Division auf. Einem Bericht von Reuters zufolge waren an den sektiererischen Übergriffen zahlreiche uigurische, usbekische und tschetschenische Dschihadisten aus den Streitkräften beteiligt. 

Iran-Krieg: Welche Rolle spielt die Huthi-Miliz im Jemen?


Deutsche Welle, Bonn, 10. Juni 2026


Nach zwei Monaten Zurückhaltung haben die Huthi wieder Israel angegriffen und drohen mit Blockade im Roten Meer. Experten sehen hinter der Unterstützung für Iran auch innenpolitische Motive und regionale Machtinteressen. 



Zwei Monate lang hatten sie sich militärisch zurückgehalten. Nun hat die jemenitische Huthi-Miliz wieder Angriffe auf Israel unternommen. Am Montag erklärte ihr Militärsprecher Jahja Sari, man habe Raketen auf Israel abgefeuert und kündigte zugleich eine "komplette Blockade" der Schifffahrt für Israel im Roten Meer an. Alle israelischen Bewegungen dort würden künftig als militärische Ziele betrachtet. Laut israelischen Angaben soll es auch am Dienstag noch einen Angriffsversuch aus dem Jemen auf Israel gegeben haben. 

Zu größeren Schäden kam es wohl nicht, die bisherigen Angriffe wurden offenbar weitgehend abgewehrt. Die Ankündigung fiel mit den neuerlichen gegenseitigen Angriffen zwischen Israel und dem Iran zusammen und ist als Unterstützung der Huthi für das verbündete iranische Regime zu verstehen. Beide Seiten - Iran und Israel - erklärten die direkte militärische Konfrontation noch am Montag wieder für beendet, jedenfalls bis auf Weiteres. Warum melden sich die Huthi gerade in dieser Situation zurück?


"Innere Legitimation und äußere Machtdemonstration" 


Christoph Leonhardt, stellvertretender Geschäftsführer des in Berlin ansässigen Analyse- und Beratungsunternehmens Middle East Minds und Experte für paramilitärische Gruppen sieht es so, dass aus Sicht der Huthi der Raketenbeschuss vor allem ein politisch-strategisches Signal ist. "Der Beschuss Israels dient weniger einem klar definierten operativen Ziel als vielmehr der inneren Legitimation und der externen Machtdemonstration", so Leonhardt im Gespräch mit der DW.

Allerdings müsse man zwischen direkten Angriffen auf israelisches Territorium und maritimer Abschreckung unterscheiden. Selbst wenn die Huthi auf weitere Raketenangriffe verzichten sollten, könnten sie ihre Aktivitäten im Roten Meer fortsetzen. "Daher dürften die Huthi auch in Zukunft punktuelle, aber wirksame Operationen etwa in der Meerenge von Bab al-Mandab durchführen, während eine direkte Eskalation mit Israel aufgrund begrenzter Kapazitäten eher unwahrscheinlich bleibt", analysiert Christoph Leonhardt. 

Dabei bleiben die Huthi auf Unterstützung aus Teheran angewiesen. Der Iran unterstütze die Miliz im Rahmen seiner "Achse des Widerstands", sagt Leonhardt. Teheran liefere Waffen, Ausbildung und strategische Unterstützung, während die Huthi ihre operative Eigenständigkeit bewahrten - so seine Einschätzung. Wie groß die Abhängigkeit der Huthi von Iran ist, wird von Experten unterschiedlich gesehen. 

Regionale Machtambitionen 


Gleichzeitig seien ihre Möglichkeiten begrenzt. Ein längerer Konflikt könnte die Bestände an Raketen, Drohnen und Munition zunehmend erschöpfen, heißt es in der Analyse der ICG. Zudem ist unklar, in welchem Umfang der Iran seine Verbündeten künftig noch versorgen könnte, sollte er selbst noch stärker unter militärischen Druck geraten. 

Dennoch hält Experte Leonhardt weitere Aktionen für denkbar. Die Huthi seien zwar militärisch vom Iran abhängig, verfolgten aber eigene strategische Ziele und hätten zudem regionale Machtambitionen. Selbst ein stabiler Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran würde sie nicht automatisch von weiteren Angriffen abhalten, meint er. 

Dabei liegt die eigentliche Stärke der Huthi weniger in konventioneller Kriegsführung als in ihrer Fähigkeit, mit Drohnen, Raketen und Angriffen auf Handelsrouten erhebliche wirtschaftliche Schäden zu verursachen. Besonders ihre militärisch günstige Herrschaftsposition an der Meerenge von Bab al-Mandab verleiht ihnen strategisches Gewicht. "Eine Ausweitung der maritimen Aktivitäten durch die Huthi könnte die Stabilität der globalen Ölversorgung weiter untergraben und die Energiepreise zusätzlich in die Höhe treiben", sagt Leonhardt.


Deutsche Dschihadisten Teil syrischer Streitkräfte


BR24, München, 15. Mai 2026


Gemeinsame Recherchen von BR, Deutschlandfunk und rbb zeigen: Unter den syrischen Streitkräften befinden sich Sicherheitskreisen zufolge auch Dschihadisten mit Deutschlandbezug. Ein Sicherheitsexperte verweist dabei auf Verbindungen nach Bayern.


Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa bemüht sich seit Monaten darum, international als verlässlicher und moderater Partner wahrgenommen zu werden. Syrien ist sogar Teil jener Koalition aus rund 85 Ländern, die die Terrororganisation IS bekämpft. Extremismusexperten warnen jedoch davor, dieses Auftreten mit einer tatsächlichen ideologischen Abkehr seines Umfelds gleichzusetzen.


Schatten der Vergangenheit: Islamistische Netzwerke im Machtapparat

Al-Sharaa war über Jahre Teil dschihadistischer Milizen und hatte enge Verbindungen zu Al-Qaida-nahen Strukturen. Auch wenn er sich später öffentlich von Al-Qaida distanzierte und heute deutlich moderater auftritt, stammen Teile seines Machtapparats weiterhin aus genau diesen Milieus. So befinden sich Dschihadisten in den Reihen der Streitkräfte der syrischen Übergangsregierung. Nach Informationen von Deutschlandfunk, rbb und BR sind auch Dschihadisten darunter, die in Deutschland gelebt haben.

"Personen mit Deutschlandbezug innerhalb von Kräften der syrischen Übergangsregierung verfügen zum Teil über Al-Qaida-Bezüge", heißt es aus deutschen Sicherheitskreisen. Und: "Teilweise vertreten sie weiterhin eine global-dschihadistische Ideologie" – also die Vorstellung, islamistische Herrschaft mit Gewalt international durchzusetzen. 


Spuren führen auch nach Bayern

Recherchen des Sicherheitsexperten Christoph Leonhardt vom Berliner Analyse- und Beratungsunternehmen Middle East Minds deuten zudem darauf hin, dass sich Dschihadisten aus Berlin, Brandenburg und Bayern in den Reihen der syrischen Streitkräfte befinden. Teile der deutschen Dschihadisten seien auch bei der Eroberung von Damaskus Ende 2024 dabei gewesen.

Diese Deutschen sind Teil einer Gruppe von Dschihadisten, die sich einst vor Jahren Al-Qaida-naher Gruppen anschlossen – und gemeinsam mit al-Sharaa kämpften. Sicherheitskreise sprechen von einer hohen zweistelligen Anzahl an Kämpfern. Teile von ihnen kommen aus dem Ausland, etwa Europa, dem Kaukasus oder Zentralasien. Sie kämpften unter anderem für die "Haiat Tahrir al-Sham" (HTS) oder mit ihr nahestehenden Gruppen.

Der Berliner Sicherheitsexperte Leonhardt warnt davor, die ehemaligen Netzwerke rund um al-Sharaa zu unterschätzen. Besonders im Internet könnten sich diese Extremisten weiterhin international vernetzen, neue Unterstützer anwerben oder Radikalisierung vorantreiben. Er hält es für vorstellbar, dass sie auch in andere Gebiete reisen könnten, um Terrororganisationen zu unterstützen, etwa in Afrika.



Die neue Kriegstaktik der Hisbollah


ThePioneer, Berlin, 29. April 2026


Die Terrororganisation Hisbollah passt ihre Kriegsstrategie im Libanon an und erhöht den Druck auf Israel. Nahost-Experte Christoph Leonhardt erklärt, welche Rolle Iran dabei spielt und warum der Konflikt weiter eskaliert.



Nachdem Libanon und Israel nach dem gescheiterten Friedensabkommen von 1983 keine bilateralen Gespräche mehr geführt haben, sprachen beide Seiten am 14. April 2026 erstmals seit Jahrzehnten direkt miteinander in Washington. Während die libanesische Regierung in den fortwährenden Gesprächen auf „einen dauerhaften Waffenstillstand“ hofft, will ihr israelischer Kontrahent „die endgültige Zerschlagung der Hisbollah sicherstellen“.

Washington zielt mit den Gesprächen in erster Linie darauf ab, die Front im Libanon von der im Iran zu entkoppeln. Während Jerusalem die Beilegung der Kämpfe durch anhaltende Angriffe torpediert, weigert sich Teheran, die Unterstützung für seinen Stellvertreter aufzugeben. Beirut erkennt zwar an, dass die Hisbollah das Land in den Irankrieg hineingezogen hat, doch will es keinen neuen Bürgerkrieg riskieren.

Nachdem Israel die Hisbollah nach deren Angriffen zur Unterstützung der Hamas im Gazastreifen dezimiert hatte, musste sie am 24. November 2024 widerwillig ein Waffenstillstandsabkommen akzeptieren. Darin wurde nicht nur ihre Verbannung aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses festgelegt, sondern auch ihre Entwaffnung bestimmt. Die libanesische Regierung beteuert seither, Fortschritte gemacht zu haben, doch die israelische Gegenseite wirft ihr vor, zu zögerlich zu agieren. Mit dieser Begründung bombardierte Israel weiterhin täglich verdächtige Aktivitäten im Libanon. 


Die Iran-Libanon-Front 


Die einseitige Waffenruhe zerbrach endgültig am 2. März 2026, nachdem die Hisbollah als „Vergeltung für die andauernden Angriffe“ und „das unschuldige Blut Ajatollah Khameneis“ Israel erneut beschoss.

Obwohl sie die Eliminierung des Obersten Führers zuvor als „rote Linie“ markiert hatte, kam ihr Angriff überraschend. Viele Beobachter hatten sie bereits am Ende gesehen, nachdem ihre Kommando- und Führungsstrukturen im September 2024 zerschlagen worden waren.

Ihr neuer Anführer vermochte es trotz der fortwährenden Bombardierung, die Miliz neu aufzustellen. Dabei kam Naim Kassim zugute, dass er enge Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) pflegt. So griff der Iran ihm bei der Neuaufstellung unter die Arme, indem es ihm ab Dezember 2024 Dutzende Offiziere zur Seite stellte. Laut Informationen des libanesischen Senders MTV umfasste ihre Gesamtzahl bis zu 100 Offiziere, die über mehrere Monate hinweg die direkte Aufsicht über den militärischen Flügel übernahmen. 

 Sowohl die schiitische Führung im Iran als auch die im Libanon hatten kommen sehen, dass die Regierung von Benjamin Netanjahu es nicht bei der Waffenruhe nach dem Zwölf-Tage-Krieg vom Juni 2025 belassen wollte. Daher arbeiteten die IRGC daran, bei einem erneuten Angriff strategische Verteidigungsoptionen parat zu haben. Dazu gehörte neben dem Beschuss der mit den USA kooperierenden Golfstaaten (GCC), ihre Stellvertreter aktivieren zu können, um mit einer zusätzlichen Front den Druck auf Israel und die USA zu erhöhen. 

Vor diesem Hintergrund arbeiteten die IRGC-Offiziere laut MTV-Berichten neben einer neuen Kriegstaktik für die Hisbollah auch daran, Militärpläne für Simultanangriffe aus dem Libanon und dem Iran auszuarbeiten – ein Szenario, das am 11. März erstmals zum Einsatz kam.

Während die Hisbollah über 150 Raketen und Drohnen auf Nordisrael schoss, griff der Iran gleichzeitig Zentralisrael mit ballistischen Raketen an. Die IRGC bezeichneten die Attacke auf der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim als „gemeinsame und integrierte Operation“. 



Hisbollahs Neuaufstellung 


Bei der Neustrukturierung der Hisbollah orientierten sich die IRGC-Offiziere am Modell von Imad Mughniyeh. Der 2008 vom Mossad in Damaskus eliminierte Kommandeur war ein Gründungsmitglied der Hisbollah. Ihm werden tödliche Anschläge auf Armeeangehörige, Politiker und Journalisten zugeschrieben. Im operativen Bereich war Mughniyeh ein Verfechter des dezentralen Modells, das er in seiner Einheit im Südlibanon in den 1980er Jahren anwandte.

Hier agierte die Miliz in kleinen, autonomen Zellen, um die israelischen Invasoren mit Guerillataktiken zu zermürben. Nach diesem Vorbild strukturierten die IRGC-Offiziere den militärischen Flügel der Hisbollah in halbautonome Kampfeinheiten um, die untereinander mit nicht abhörbaren Telekommunikationsmitteln kommunizieren. Dabei setzen sie auf alte WalkieTalkies, mobile Motorola-Geräte oder Funkübertragung. Wichtige Feldbefehle werden teils über Boten auf Motorrädern übermittelt. Dagegen sind neuere aus dem Ausland importierte Kommunikationsmittel strengstens verboten – eine Lehre aus der von Israel initiierten Apollo-Mission.