Spurensuche im Hochsicherheitstrakt: Wie weiter mit deutschen IS-Anhängern in syrischen Gefängnissen?
ZDF Frontal, Berlin, 11. Februar 2025
Interview mit Julia Klaus über den Verbleib von deutschen IS-Anhängern in syrischen Gefängnissen für das Politmagazin Frontal, von dem Auszüge auch in den heute-Nachrichten gesendet wurden.
Im Hochsicherheitstrakt in Hasaka sind deutsche Männer eingesperrt, die sich dem IS-Terrorregime angeschlossen hatten. ZDF Frontal konnte sie sprechen. Sie wollen nach Deutschland.
Noch eine provisorische Brücke über den Tigris, dann haben wir die Grenze vom Irak nach Syrien passiert. Wir sind auf der Suche nach deutschen Männern, die sich vor Jahren dem Terrorregime des Islamischen Staats angeschlossen hatten. Das selbsternannte Kalifat baute ab 2014 nicht nur seine Schreckensherrschaft in Syrien auf. Die Terrorgruppe ist bis heute verantwortlich für Anschläge in Deutschland - Dresden, Duisburg, Mannheim, zuletzt in Solingen.
Der IS in Syrien galt als besiegt. Rund 11.000 seiner Anhänger sitzen im Nordosten des Landes in Haft. Seit Jahren abgeschottet von der Außenwelt, werden sie von den Truppen der kurdisch dominierten Selbstverwaltung bewacht, die diese Region kontrolliert. Unter ihnen seien rund 30 deutsche Männer, wie die Selbstverwaltung mitteilt. Was soll mit ihnen geschehen?